Endometriale Ko-Kultur
Eine endometriale Ko-Kultur erlaubt es Embryonen sich vor dem Transfer in einer Umgebung zu entwickeln welche der natürlichen Umgebung in der Gebärmutter ähnelt.
Welche Patienten sind für eine endometriale Ko-Koltur geeignet?
- Falls bei vorherigen Behandlungen eine langsame Embryoentwicklung beobachtet wurde
- Falls bei vorherigen Behandlungen die Embryonen aufgehört hatten sich zu entwickeln
- Falls die Embryonen von schlechter Qualität waren
Wie findet eine endometriale Ko-Kultur statt?
Eine Woche nach der Ovulation wird vom Gebärmuttergewebe eine Probe entnommen und im Labor vervielfacht. Dies dauert ungefähr 1 bis 3 Wochen. Die Zellen die vom Endometrium entnommen werden bestehen meistens aus dem Gewebe in dem die Embryonen sich einnisten. Es ist auch möglich diese Zellen zu kyrokonservieren für eventuelle zukünftige Behandlungen.
Während der Kultivierung wird die Embryoentwicklung beobachtet und in 48-stündigen Abständen die Flüssigkeit welche die Zellen ernährt erneuert. Dieser Prozess kann daher nur in gut ausgestatteten Laboren und mit erfahrenen Mitarbeitern stattfinden.
Die Zellen vermehren sich in der Kultur und bilden eine einschichtige Fläche. Hierbei werden die Embryonen nach der Befruchtung eingenistet und entwickeln sich weiter. Als Serum wird in der Ko-Kultur inaktiviertes und gefiltertes Serum aus dem Blut der Patientin angewendet.
Bei Patienten die mit endometrialer Ko-Kultur fortfahren wird der Blastozystentransfer bevorzugt, welcher am 4., 5. oder am 6. Tag der Embryonenentwicklung stattfindet.
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